Es gibt doch wirklich Leute, die glauben, daß Hamburg flach ist wie ein Pfannkuchen. Dabei gibt es hier so viele schöne Aussichtspunkte, die das Gegenteil beweisen. Ich habe hier ein paar Orte und Örtlichkeiten zusammengetragen, die zum Schauen und Verweilen einladen:
Am Wasser:
Binnenalster:
Eigentlich ideal, wenn man eh' gerade beim Einkaufen ist, ist das Bistro Alsterblick im Alsterhaus am Jungfernstieg. Dort bekommt man zum Blick über die Binnenalster gleich noch etwas zu Trinken und zu Essen.
Ein bißchen teurer, davon mit mehr Atmosphäre, ist der Alsterpavillon direkt am Ufer, ein paar Schritte weiter in Richtung Gänsemarkt.
Außenalster:
Noch einmal eine Lokalität, die nicht nur Aussicht, sondern neben Speisen sogar Boote im Angebot hat, ist Bobby Reich ganz am anderen Ende am oberen Ende der Außenalster an der Straße Fernsicht. Von dort aus läßt sich so einiges erkunden: Außenalster natürlich, die Nebenarme und Kanäle, wobei man dabei, wenn man am Ostufer entlang paddelt, mit der Straße Bellevue gleich den nächsten Aussichtspunkt erreicht. Kein Café, kein Restaurant, aber eben der superschöne Ausblick auf die Außenalster.
Elbe:
Entlang der Elbe gibt es elbabwärts so einige Fleckchen, an denen wir schon lange gestanden oder gesessen sind und uns den Schiffsverkehr auf der Elbe oder die Umgebung angeschaut haben. Da sind natürlich die Landungsbrücken mit den Aussichtsplattformen (die Fischbrötchen in den Lädchen darunter sollen recht gut sein, kann ich aber nicht bestätigen, weil noch keins probiert), und, wenn man mit der U3 zu den Landungsbrücken kommt, der Stintfang direkt über der Haltestelle. Es sind zwar ein paar Stufen hinauf, aber der Blick lohnt allemal.
Die Tower-Bar habe ich an anderer Stelle schon erwähnt, hier kommt sie nochmal wegen der super Aussicht. Es gibt kaum etwas Genialeres, als nach getaner Arbeit so um 18 Uhr gleich an den Landungsbrücken ganz oben im Hotel Hamburger Hafen zu sitzen, einen Cocktail zu schlürfen (oder daran zu nippen natürlich) und einen Blick über die gesamte Innenstadt und den Hafen zu genießen.
Etwas schwieriger kann es werden, wenn man eine Ecke weiter (Davidstraße Ecke Bernhard-Nocht-Str.) im Bavaria-Blick den Abend und den Blick genießen will: Dort ist eine Vorbestellung eigentlich Pflicht (31 163 116), aber man kann auch einmal Glück haben.
Weiter die Elbe entlang kommt Övelgönne und der Elbstrand mit der Strandperle, einer Institution in Hamburg. Anstehen, Getränke bunkern, an einen der raren Tische setzen oder eben in den hellen Sand, den höhergelegenen Fußweg entlang gehen und die Aussicht genießen - für uns immer ein Erholungsspaziergang. Nur mit dem Parken in Övelgönne ist's nicht mehr so einfach wie früher, nachdem dort viel gebaut wurde und die ganzen Parkpl&aouml;tze verschwunden sind.
Einer meiner Lieblingsflecken ist im Jenischpark die ganz oben gelegene Liegewiese. Wenn's einen nicht stört, daß unter Umständen mal ein Transportflugzeug zur DASA anfliegt, hat dort einen schönen Ausblick auf die Alster, liegt auf einem gepflegten Rasen, trifft oft nette Leute allen Alters und erreicht von dort entweder am Wasser (das Pontonrestaurant an Teufelsbrück) oder direkt an der Straße, die oberhalb der Liegewiese entlangläuft, sich in Restaurants stärken.
Ein einziger Aussichtspunkt ist die Wasserseite von Blankenese. Über Dutzende von Treppen, Wegen und kleinen Schnittpunkten gelangt man hinunter zum Wasser, von wo aus man wieder in Richtung Innenstadt spazieren kann.
In der Stadt:
Der Michel, an der Ost-West-Straße gelegen, bietet einen Rundblick auf die halbe Stadt. Wer mehr Luft hat als andere, geht zu Fuß, die anderen nehmen den Lift. Der Spaß kostet allerdings eine Gebühr.
Am Dammtorbahnhof liegt Hamburgs höchstes Gebäude, das SAS-Hotel, in dessen oberstem Stockwerk wieder eine Bar liegt: Top of Town, abends mit Discobetrieb.